Warum Pelz aus der Schweiz anders ist

In den 80ern und 90ern war es verpönt, Pelz zu tragen und man traute sich kaum noch mit Echtpelzprodukten aus dem Haus. Seit ein paar Jahren wendet sich das Blatt jedoch wieder. Auf den Schweizer Strassen begegnen einem wieder Pelzkrägen an Parkas, Echtpelzfutter in Mänteln, Mützen mit Echtpelz-Pommeln oder Pelzanhänger an Handtaschen. Pelz ist wieder da.


Hast du gewusst, dass jährlich 460 Tonnen Pelz in die Schweiz importiert werden? Dies entspricht ungefähr 15 LKW's. Der Pelz stammt grösstenteils aus Pelzfarmen, wo die Tiere nicht selten unter skandalösen Bedingungen gezüchtet werden. Circa 85% der Felle im Pelzhandel kommen heute aus industriellen Pelzfarmen. Nur 15% der Felle stammen aus der Jagd - wobei wiederum ein Grossteil davon auf die Fallenjagd fällt, welche ebenfalls alles andere als tierfreundlich ist. Oft leiden die Tiere über Stunden oder gar Tage in den Fallen, in die sie hineingetappt sind.

Währenddessen werden zur Bestandesregulierung und zum Schutz unserer Natur alleine in der Schweiz jedes Jahr über 20'000 Füchse gejagt (ohne Fallen). Nur ein Bruchteil dieser Pelze wird zu Gunsten der Textilbranche weiterverwendet. Warum? Weil der Import viel günstiger ist und sich wirtschaftlich gesehen mehr rentiert.


Dies ist auch der Grund, weshalb es nur noch sehr wenige Gerbereien in der Schweiz gibt. Die Gerbereien beziehen die Felle von den Jägern und verarbeiten sie so, dass sie für Textilzwecke verwendet werden können. RoyalFox arbeitet mit einer der letzten dieser Gerbereien zusammen - Wir beziehen also nicht nur die Fuchsfelle von Schweizer Rotfüchsen, sondern lassen diese auch in der Schweiz gerben.


Oft kommt die Frage auf, ob die Jagd in der Schweiz denn überhaupt nötig sei, oder ob sich die Natur nicht von alleine regulieren könne. Obwohl wir in dieser politischen Debatte keine Partei ergreifen möchten, merken wir an, dass in den letzten fünfzehn Jahren die Population des Rotfuchses in der Schweiz stark zugenommen hat. Mit den Füchsen ist auch der die Füchse parasitierende und für Menschen gefährliche Fuchsbandwurm häufiger geworden. Jährlich sterben 30 Menschen in der Schweiz am Bandwurm. Da Füchse vermehrt im Siedlungsraum anzutreffen sind, ist es wichtig, dass der Fuchsbestand reguliert wird.


Wer heute jagen will, muss das Handwerk der Jagd erlernen. Jungjägerinnen und Jungjäger müssen sich das praktische Wissen aneignen über Natur und Wildtiere, über Gesetzesbestimmungen und Jagdpraxis, über den korrekten Umgang mit Waffen und Munition, über das Verwerten des Wildbrets sowie über die Ausbildung und den Einsatz von Jagdhunden. Wer schliesslich in einer kantonalen Fähigkeitsprüfung nachgewiesen hat, dass er diese erforderlichen Kenntnisse besitzt, hat das Recht, die Jagd auszuüben.


Ob man nun die Jagd befürwortet oder nicht, eines steht fest: Die Jagd findet statt, und somit bleibt die Frage, was mit den Fuchsfellen geschehen soll. Wir sind der Meinung, dass es schade wäre, diese einfach zu entsorgen - und geben ihnen unter der Marke RoyalFox ein zweites Leben.